Die Wochen der Wahrheit für Bayer Leverkusen

Die Werkself ist wieder im Soll. Nach dem Rückschlag im DFB-Pokal hat das Team von Roger Schmidt eine Schwächephase der Konkurrenz ausgenutzt und sich in der Bundesliga auf den dritten Platz geschoben. Doch durchatmen kann Bayer Leverkusen noch nicht.

Am Donnerstag treten die Leverkusener bei Sporting Lissabon an und am Sonntag wird niemand geringerer als Borussia Dortmund in der BayArena empfangen. Es wird eine richtungsweisende Woche.

Die Europa League stellt für Bayer Leverkusen die letzte Mini-Chance auf den lang ersehnten Titelgewinn dar. In Lissabon müssen Kießling & Co alles geben um sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche zu schaffen. In der Bundesliga heißen die nächsten Gegner Dortmund und Mainz – zwei harte Brocken. Im Hinspiel ging die Werkself mit 0:3 in Dortmund unter. Gegen Mainz, das sich mittlerweile zu einem ernsten Konkurrenten im Kampf um die europäischen Plätze entwickelt hat, gelang in der Hinrunde ein glücklicher 1:0-Erfolg. Die beiden Spiele können ein Gradmesser für den weiteren Verlauf der Saison werden. Geht Bayer 04 ohne Niederlage aus den beiden Partien, kann die Werkself im Bestfall sogar Boden auf seine Verfolger gut machen. Schwächeln die Leverkusener, könnten sie sogar aus den internationalen Rängen fallen. Hinter Leverkusen lauern mit Gladbach, Schalke und Wolfsburg gleich drei scharfe Konkurrenten auf die Champions League Plätze, die derzeit ihr Potential nicht immer abrufen können.

Erschwerend kommt bei Bayer 04 hinzu, dass die Personaldecke langsam dünner wird. Insbesondere der Ausfall von „Tormaschine“ Chicharito wiegt schwer. Im Mittelfeld fehlte neben den Langzeitverletzten Bender und Aranguiz nun auch Kramer aufgrund eines grippalen Infektes. Es bleibt abzuwarten wie die Werkself mit der Mehrfachbelastung in den nächsten Wochen umgehen kann. Immerhin: Lars Bender und Charles Aranguiz konnten nach monatelangen Ausfällen zumindest individuell trainieren. In den kommenden „Wochen der Wahrheit“ für Bayer Leverkusen werden sie aber noch nicht eingreifen können. Daher ruhen die Hoffnungen nun insbesondere auf Stefan Kießling, Hakan Calhanoglu und Karim Bellarabi, die bislang in dieser Saison noch zu wenig Akzente setzen konnten.

Foto: Thomas Kriehn Photography / Flickr (CC BY 2.0)

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