Bundesliga-Vorschau: Werder Bremen gegen TSG 1899 Hoffenheim

Am 21. Spieltag der Fußball Bundesliga kommt es im Bremer Weserstadion zum Abstiegskrimi zwischen Werder Bremen und der TSG 1899 Hoffenheim. Beide Vereine stecken mitten im Abstiegskampf und beide Vereine benötigen dringend die drei Punkte. Vor allem für Hoffenheim ist das Auswärtsspiel in Bremen ein echtes Finale.

In der vergangenen Saison gehörten die TSG 1899 Hoffenheim und Werder Bremen noch zum erweiterten Kreis jener Vereine die um einen internationalen Platz kämpfen. Hoffenheim landete am Ende auf dem undankbaren 8. Platz und Bremen auf Rang 10. Das Thema Abstieg war im Mai 2015 weder in Bremen noch in Hoffenheim präsent, 9 Monate später sieht die Welt plötzlich anders aus. Die TSG belegt nach 20 absolvierten Spielen nur den 17. Rang und steht auf einem direkten Abstiegsplatz, Werder liegt auf Platz 16., dem ungeliebten Relegationsplatz. Fünf Punkte trennen die beiden Vereine derzeit voneinander, nach dem 21. Spieltag könnte es jedoch entweder 8 oder nur noch 2 sein.

Bremen gegen Hoffenheim, das 6-Punkte-Spiel

Das Duell am kommenden Samstag im Bremer Weserstadion zwischen Werder und der 1899 Hoffenheim ist ein echtes 6-Punkte-Spiel, für beide Mannschaften. Während die Kraichgauer mit einem Sieg wieder in Schlagdistanz kommen, könnte sich Bremen wiederum mit einem Heimsieg spürbar absetzen. Auch wenn das Motto zählt „verlieren verboten“, würde ein Unentschieden beide Mannschaften kaum weiterhelfen, im Zweifel jedoch eher den Bremern als den Hoffenheimern.

Stevens verlässt das sinkende Schiff

Huub Stevens tritt als Cheftrainer bei TSG 1899 Hoffenheim zurück
Foto: Дмитрий Неймырок / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Mitten in der sportlichen Krise hat Hoffenheim-Coach Huub Stevens seinen Rücktritt als Cheftrainer bekannt gegeben. Der 62-jährige Holländer hatte erst im Oktober vergangenen Jahres die Nachfolge von Markus Gisdol angetretenen. In zehn Spielen unter Stevens sammelten die Sinsheimer jedoch nur 8 Punkte. Doch Stevens tritt nicht aus sportlichen Gründen zurück, der „Feuerwehrmann“ der zuletzt den VfB Stuttgart zwei Mal in Folge vor einem Abstieg bewahrt hat, tritt aufgrund von gesundheitlichen Gründen zurück. Stevens leidet an akuten Herzrhythmusstörungen und wird aller Voraussicht nach seine Laufbahn als Trainer komplett beenden.

Wer die Nachfolge von Stevens übernimmt, steht noch nicht fest. Am kommenden Samstag in Bremen werden die beiden Co-Trainern Alfred Schreuder und Armin Reutershahn die Mannschaft als Interimstrainer-Gespann betrieben. Gerüchten zu Folge könnte dies auch die Lösung bis zum Ende der Saison sein. Sportchef Alexander Rosen wollte jedoch nicht ausschließen, dass evtl. ein neuer Cheftrainer für den Rest der Saison verpflichtet wird oder der aktuelle U19-Coach Julian Nagelsmann das Ruder übernimmt. Nagelsmann wird ohnehin zur kommenden Saison neuer Trainer in Hoffenheim, dies gab der Verein bereits Ende vergangenen Jahres bekannt.

Bremen nimmt Selbstvertrauen aus dem DFB-Pokal mit

Unabhängig davon wer am Samstag bzw. darüber hinaus in Hoffenheim das Sagen hat, die sportliche Ausgangssituation ist alles andere als prickelnd für die TSG. In drei Rückrundenspielen konnte man bisher nur einen Punkt holen, am vergangenen Spieltag kassierte man zudem eine bittere 0:2-Heimpleite gegen den direkten Abstiegskonkurrenten SV Darmstadt 98.

Auch bei Bremen lief es in der Liga zuletzt nicht wirklich rund. In Gladbach geriet das Team von Viktor Skripnik mit 1:5 unter die Räder. Doch die Bremer meldeten sich eindrucksvoll zurück unter der Woche und feierten einen 3:1-Auswärtserfolg im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen. Der Sieg dürfte auch Selbstvertrauen für das wichtige Spiel gegen Hoffenheim geben.

Auch die Sportwetten Anbieter sehen Bremen als klaren Favoriten. Gerade im Abstiegskampf sind Bundesliga Wetten sehr attraktiv, da man hier in der Regel hohe Quoten findet. Es wird spannend zu sehen ob Werder seiner Favoritenrolle gerecht wird oder ob den Hoffenheimern tatsächlich der lang ersehnte Befreiungsschlag gelingen wird.

Foto: Steindy / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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